Liebe Mitglieder der Kirchengemeinden des Dekanats Esslingen-Nürtingen,
hiermit informieren wir Sie über die wichtigsten Ergebnisse der
Vollversammlung des 9. Diözesanrats am 25. und 26. November 2011
im Kloster Reute.
Aktuelles zum Dialog- und Erneuerungsprozess
Mit einem mit 1,2 Millionen Euro ausgestatteten „Projekt
Gemeinde“ sollen auf der Grundlage einer ge-meinsamen pastoralen
Grundkonzeption verschiedene Praxismodelle der Seelsorge und der
Gemeindelei-tung erarbeitet werden, die „pastorale Nähe und
heilsame Zuwendung zu den Menschen sicherstellen“. Künftig
sollen auf sicherer kirchenrechtlicher Basis Laien verstärkt mit
Gemeindeleitungsaufgaben beauf-tragt werden. In unserer Diözese
gibt es bereits seit 2002 eine entsprechende Beauftragung für die
Kir-chengemeinde St. Maria in Höchstberg. Diskutiert wurde auch
über die Rolle ausländischer Priester. Hier seien, so Bischof
Gebhard, Einladungen zeitweise zu offen ausgesprochen worden, was
mancherorts zu Problemen geführt habe. Mittlerweile gibt es
Standards für die sprachlichen und kulturellen Anforderun-gen
sowie eine einjährige Vorbereitungs- und Einarbeitungszeit. Der
Bischof rief dazu auf, ausländischen Priestern mit Achtung zu
begegnen und Verständnis für ihre kulturellen Prägungen
zu entwickeln: „Sie sind keine Priester zweiter Klasse.“
„Für ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Frauen und Männern in der Kirche“
Der Diözesanrat unterstützte in seiner Funktion als
Katholikenrat auf Anregung seiner Delegierten im Zentralkomitee der
deutschen Katholiken (ZdK) mit großer Mehrheit eine
Erklärung „Für ein partner-schaftliches Zusammenwirken
von Frauen und Männern in der Kirche“ und wertete sie als
konstruktiven Beitrag zum Dialogprozess. Darin eingeschlossen ist auch
die Befürwortung des Diakonats der Frau. Bi-schof Gebhard enthielt
sich der Stimme, weil er eine Ablenkung von anderen, kirchenrechtlich
möglichen und zeitnah realisierbaren Verbesserungen für die
Stellung der Frau in der Kirche befürchtet.
Finanzielle Situation unserer Diözese
Im Zusammenhang mit der Feststellung der Jahresrechnung 2010
informierte sich der Diözesanrat in sei-ner Rolle als
Kirchensteuervertretung über die finanzielle Situation unseres
Bistums. Trotz rückläufiger Bruttokirchensteuereinnahmen um
rund 5 Prozent konnte 2010 ein Überschuss von 14 Millionen Euro
verbucht werden, der durch geringere Abgaben an andere Diözesen
und Unterschreitung der geplanten Ausgaben zustande kam. Der
Diözesanrat entschied, den Überschuss den Allgemeinen
Rücklagen als zusätzliche Sicherheit für die kommenden
Jahre zuzuführen. Dank der konjunkturellen Erholung der deutschen
Wirtschaft und des Arbeitsmarkts können wir beim
Kirchensteueraufkommen im Jahr 2011 mit einem Plus von rund 7 Prozent
rechnen.
Wahlen
Aus unserem Dekanat wurde Matthias Vetter in den
Koordinierungsausschuss für das diözesane Förderprogramm
INkonzept gewählt, mit dem ehrenamtliches Wirken unterstützt
werden kann.
Ihnen und Ihren Angehörigen wünschen wir für die
Adventszeit, für das Weihnachtsfest und für das Neue Jahr von
Herzen Gottes reichen Segen.
Ihre Delegierten im Diözesanrat
Für Rückmeldungen und Diskussionsbeiträge
sind wir Ihnen dankbar.